Im Allgemeinen wird unter einer Überzuckerung (=Blutzucker-Entgleisung) eine Abweichung des Blutzuckerwertes nach oben verstanden.

Das bedeutet, dass eine leichte Entgleisung bereits alle Werte oberhalb des Zielbereichs (normalerweise 80 - 120 mg/dl) darstellt. Diese Form der Entgleisung können Sie jedoch durch eine einfache Korrektur beheben.

Sollte sich jedoch nach zweimaliger Korrektur (in der Regel ist dann der Blutzucker länger als 6 Stunden hoch) der hohe Wert nicht korrigieren lassen, sollten Sie Azeton messen. Azetontests können Sie bei einem bestimmten Blutzuckermessgerät mit besonderen Streifen im Blut durchführen oder einfach mit Urinteststreifen im Urin (in jeder Apotheke frei erhältlich).

Ist kein Azeton im Urin und der Blutzucker lässt sich mit einer normalen Korrektur trotzdem nicht absenken, so erhöhen Sie das Zeitintervall und korrigieren nicht erst nach 3 Stunden wieder, sondern schon nach 2 Stunden.

Haben Sie  Azeton im Urin, dürfen Sie keine Zeit verlieren. Sie brauchen nun deutlich mehr Insulin. Viele Fachbücher beschreiben eine Erhöhung von 20 % des Tagesinsulinbedarfs. Eine einfache Faustformel ist aber auch doppelte Korrektur zu spritzen. Aber es gelten noch einige weitere Regeln:

  • nicht einschlafen, Sie brauchen alle 2 Stunden doppelte Korrektur
  • viel trinken, Azeton muss aus dem Körper ausgeschieden werden
  • nicht zusätzlich essen
  • keine Bewegung
  • bleiben Sie nicht alleine und informieren Sie Ihren Arzt