Beim glykämischen Index (GI) werden die Blutzuckeranstiege einzelner Lebensmittel mit dem Blutzuckeranstieg von Traubenzucker, jeweils bei gleicher Kohlenhydratmenge, verglichen. Der glykämische Index gibt in Prozent das Verhältnis beider Blutzuckeranstiege wieder.

Was hat Einfluss auf die Blutzuckerwirksamkeit von kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln?

  • Kohlenhydratart (Stärke, Traubenzucker, ...)
  • Nährstoffzusammensetzung (Fett-, Eiweiß-, Ballaststoffgehalt)
  • Konsistenz (flüssig/fest) bzw. Verarbeitung des Lebensmittels 
  • Individuelle Verdauungsleistung

Die Angaben gelten nur für den alleinigen Verzehr und nicht für die gemischten Mahlzeiten. Somit ist die Übertragung in den Alltag nur sehr begrenzt möglich und dient nur als Anhaltspunkt, z. B. um das richtige Lebensmittel gegen Unterzucker auszuwählen.

Beispiele:

  • Traubenzucker: GI =100
  • Orangensaft ohne Zuckerzusatz: GI = 51
  • Apfel: GI = 35

Häufig werden jedoch die Lebensmittel nicht mit dem glykämischen Index angegeben, sondern mit ihrer glykämischen Ladung (GL). Diese bezieht sich dann auf die Menge, die gegessen wird.

Beispiel:

GI von Weißbrot = 73
30 g Weißbrot enthalten 14 g Kohlenhydrate, darum:
73 x 14 / 100 = GL 10

Das ist vor allem bei Lebensmitteln wichtig, die zwar einen relativ hohen glykämischen Index haben (z. B. Karotten), aber in den Mengen, die üblicherweise gegessen werden, keinen Blutzuckeranstieg bewirken.