Glossar

Acarbose
(Definition) blutzuckersenkendes Medikament
für Menschen mit Typ 2-Diabetes. Verlangsamt die Aufnahme der Zuckerbausteine aus dem Darm ins Blut, so dass der Blutzucker nicht so schnell ansteigt.
Acetacetat
(Definition) 
Ketonkörper, der bei einer Entgleisung gebildet wird und zu einer Übersäuerung des Körpers führt. (siehe Ketoazidose)
Adapter
(Definition) Verbindungsstück zwischen Katheter und Ampulle.
Adipositas
(Definition) Übergewicht
Albuminurie
(Definition) vermehrte Ausscheidung von Albumin im Urin
Anzeichen einer Nierenschädigung (Nephropathie).
Ampullen
(Definition) 
Insulinampullen - für die D-TRON plus gibt es vorgefertigte Humalogampullen, für die Spirit plus vorgefertigte Insuman Infusat Ampullen (siehe auch Reservoir).
Angiographie
(Definition) Rötgenuntersuchung von Blutgefäßen
teilweise mit Kontrastmittel zur Untersuchung und Darstellung (z.B. an den Beinen oder am Augenhintergrund).
Arterielle Verschlusserkrankung
(Definition) 
Durchblutungsstörung an den Beinen, Wadenkrämpfe und Schmerzen, die bereits nach einer kurzen Gehstrecke auftreten und zum Stehenbleiben zwingen, sind typische Anzeichen. Sie wird im Volksmund auch "Schaufenstererkrankung" genannt.
Arteriosklerose
(Definition) Schädigung der Blutgefäße
Erhöhte Blutzucker-, Blutfett- und Blutdruckwerte tragen dazu bei, dass die Wände der Blutgefäße dicker werden, sich verhärten und an Elastizität verlieren. Die Blutbahnen werden immer enger und es kommt zu Durchblutungsstörungen.
Augenhintergrund
(Definition) 
Eine Schädigung der Netzhaut (Retinopathie) als Folge eines Diabetes ist nur durch Betrachtung des Augenhintergrundes durch den Augenarzt festzustellen. Diese Untersuchung sollte mindestens einmal im Jahr durchgeführt werden, um rechtzeitig mögliche Veränderungen am Auge zu sehen.
Autonome Neuropathie
(Definition) Nervenschädigungen an inneren Organen
wie dem Herzen, Magen-Darm-Trakt, der Blase oder auch dem männlichen Geschlechtsorgan. Diese führen zu Funktionsstörungen der Organe.
Azeton
(Definition) 
Ketonkörper, der bei einer Entgleisung gebildet wird und zu einer Übersäuerung des Körpers führt. (siehe Ketoazidose)
Azidose
(Definition) 
siehe auch Ketoazidose
Azidose-Korrektur
(Definition) 
Menge an Insulin, die notwendig ist, um den Blutzucker abzusenken, wenn Azeton im Urin zu messen ist. (siehe Azeton)
Ballaststoffe
(Definition) 
Bestandteile der Nahrung, die der Körper nicht oder nur teilweise verwerten kann. Ballaststoffe aus Vollkornprodukten, Obst und Gemüse bewirken eine langsame Verdauung und einen verzögerten Blutzuckeranstieg.
Basalrate
(Definition) Kontinuierliche Insulinabgabe um den Grundbedarf an Insulin abzudecken
Bauchspeicheldrüse
(Definition) 
Organ im Körper, in dem Verdauungsstoffe und Hormone - unter anderem das Insulin - hergestellt werden. Das Insulin wird von der Bauchspeicheldrüse ins Blut abgegeben. (siehe auch Pankreas)
Bauchumfang
(Definition) 
Risikofaktor für ein metabolisches Syndrom. Ein erhöhtes Risiko besteht bei einem Bauchumfang bei Männern von > 94 cm und bei Frauen > 80cm. Er starkt erhöhtes Risiko bei Männern > 102 cm und bei Frauen > 88 cm.
BE
(Definition) Broteinheit / Berechnungseinheit
Maßeinheit für die Berechnung des Kohlenhydratanteils von Nahrungsmitteln. Abkürzung für Broteinheit oder Berechnungseinheit (BE). Eine BE enthält 12 g Kohlenhydrate (siehe auch KE).
BE-Faktor
(Definition) Menge an Insulin, die für eine BE benötigt wird
Menge an Insulin, die für eine BE benötigt wird
Beta-Hydroxybuttersäure
(Definition) 
Ketonkörper, der bei einer Entgleisung gebildet wird und zu einer Übersäuerung des Körpers führt. (siehe Ketoazidose)
Biguanide
(Definition) blutzuckersenkende Medikamente
(z.B. Metformin) für Menschen mit Typ 2-Diabetes, die in erster Linie die körpereigene Zuckerbildung hemmen und möglicherweise den Übertritt des Zuckers in die Zelle erleichtern.
Blutdruck
(Definition) 
Der Blutdruck entsteht durch die Pumpfunktion des Herzens, damit das Blut fließt. Der systolische Blutdruck (oberer Wert) entsteht, wenn das Herz das Blut in die Gefäße pumpt. Der Blutdruck bei Diabetes sollte nicht über 130/80 mmHg sein. (siehe auch Hypertonie)
Blutfettwerte
(Definition) 
Sammelbegriff für Laborwerte, wie Gesamtcholesterin, HDL-Cholesterin, LDL-Cholesterin, Triglyceride
Blutzucker
(Definition) 
Zuckergehalt des Blutes. Beim Diabetiker sollten die Blutzuckerwerte vor der Mahlzeit bei 80 - 120 mg/dl (5 - 6,7 mmol/l) und 2 Std. nach der Mahlzeit nicht über 135-160 mg/dl (7,5 - 8,9 mmol/l) liegen.
Blutzuckerselbstmessung
(Definition) 
Selbsttestung des Zuckergehaltes im Blut oder Urin mit Hilfe eines Teststreifens.
BMI
(Definition) Body-Mass-Index (Körper-Masse-Index)
= ein Maß zur Beurteilung des Körpergewichts. Wird errechnet, indem das Körpergewicht in Kilogramm durch die Körperlänge in m2 geteilt wird. Ab einem BMI von 26 spricht man von leichtem bis mäßigen Übergewicht, ab einem BMI von 30 von deutlichem und ab einem BMI von über 40 von sehr starkem Übergewicht.
Bolus
(Definition) 
Die Menge an Insulin, die zum Essen notwendig ist.
Broteinheit
(Definition) 
Siehe BE.
Byetta
(Definition) 
Handelsname für ein Medikament der Firma Lilly mit dem Wirkstoff Exenatide. Dabei handelt es sich um Analogum zum natürlichen Darmhormon GLP-1. Das Medikament wird mit einem Pen zunächst zweimal täglich 5 µl, später dann in 10 µl Dosis gespritzt
Cholesterin
(Definition) 
Bezeichnet verschiedene Formen von Blutfettwerten, die sowohl im Körper gebildet als auch durch die Nahrung aufgenommen werden. Dazu gehören das Gesamtcholesterin, welches für Menschen mit Typ 2-Diabetes möglichst unter 185 mg/dl (4,8 mmol/l) liegen sollte
CSII
(Definition) Insulinpumpentherapie
Abkürzung für die kontinuierliche Insulinabgabe mittels einer Insulinpumpe
DDB
(Definition) Deutscher Diabetiker Bund
Der Deutsche Diabetiker Bund ist in Deutschland die größte Selbsthilfegruppe für Menschen mit Diabetes.
DFS
(Definition) Diabetisches Fußsyndrom
Diabetes mellitus
(Definition) 
Diabetes ist eine Stoffwechselkrankheit, „Diabetes„ steht dabei für den schnellen Durchfluss - also den starken Durst und der vermehrte Harndrang bei hohen Blutzuckerwerten - „mellitus„ für honigsüß, um den honigähnlichen Geschmack des Harns zu beschreiben. Diabetes ist heute eine Volkskrankheit mit ständig steigenden Zahlen.
Diabetisches Fußsyndrom
(Definition) 
Folgeerkrankung des Diabetes, durch welche die Füße und Beine betroffen sein können.
Diabetologe
(Definition) 
Arzt mit besonderen Kenntnissen auf dem Gebiet der Zuckerkrankheit.
Diabetologie
(Definition) Lehre von der Zuckerkrankheit.
Diät
(Definition) Übersetzt bedeutet "Diät" gesunde Lebensführung.
Dual-Bolus
(Definition) 
oder auch Multi-wave-bolus. Abgabe des Insulin auf zwei Portionen (ein Teil sofort, die Restmenge innerhalb eines definierten Zeitraumes).
Eiweiß
(Definition) 
Bestandteil der Nahrung, welcher sich vor allem in tierischen Produkten wie Fleisch, Fisch, Eiern, Milch und Milchprodukten befindet.
EKG
(Definition) Elektrokardiogramm
Mit Hilfe eines Elektrokardiogramms (EKG) wird die Herztätigkeit untersucht. Bei einem Belastungs-EKG findet diese Messung unter Belastung (in der Regel auf einem Standfahrrad) statt.
Entgleisung
(Definition) 
bezeichnet meist zu hohe Blutzuckerspiegel, die sich mit normalen Korrekturregeln nicht mehr korrigieren lassen.
Erektile Dysfunktion
(Definition) Impotenz
Fachausdruck für Impotenz, eine mögliche Folgeerkrankung des Diabetes bei Männern. Gemeint ist damit die Schwierigkeit, eine Erektion zu bekommen und sie so aufrecht zu erhalten, dass ein Geschlechtsverkehr möglich ist.
Error
(Definition) Fehlermeldung, Alarm
Die Pumpe zeigt damit z.B. an, dass die Ampulle leer oder bald leer ist, die Batterie zu Neige geht, ein erhöhter Druck im Ampullenfach aufgetreten ist, ein Nadelverschluss vorliegt, ein Programm abgebrochen wurde, die Sicherheitsschaltung nicht beachtet wurde (siehe Sicherheitsschaltung) oder die Betriebszeit der Pumpe (nur bei Pumpen der Firma Roche) endet.
Fett
(Definition) 
Bestandteil der Nahrung, welcher am meisten Energie (9 kcal/g) liefert. Überschüssige Energie speichert der Körper als Fett. Ein erhöhter Fettanteil der Nahrung ist somit eine Hauptursache für Übergewicht.
Fruktose
(Definition) Fruchtzucker
... gehört zu der Gruppe der Zuckeraustauschstoffe.
Gastroparese
(Definition) 
Autonome Neuropathie des Magen-Darm-Trakts mit Magenentleerungsstörungen. Hierbei kann es zu massiven Blutzuckerschwankungen kommen.
Gestationsdiabetes
(Definition) Schwangerschaftsdiabetes
Diabetesform, welche während der Schwangerschaft zu erhöhten Blutzuckerwerten führt, die sich in der Regel danach wieder normalisieren. Bei nicht behandeltem Schwangerschaftsdiabetes besteht ein erhöhtes Risiko für die Schwangerschaft und Geburt. Außerdem ist ein Schwangerschaftsdiabetes oft ein erstes Warnsignal für einen sich anbahnenden Typ 2-Diabetes im späteren Lebensalter.
Gestörte Glukosetoleranz
(Definition) 
Bezeichnung für eine Zwischenphase zwischen normalen und eindeutig diabetischen Blutzuckerwerten (Diabetes). Wird mit Hilfe eines so genannten "oralen Glukosetoleranztests" (OGTT) getestet, bei dem die Blutzuckerwerte nach einer besonderen Belastungssituation für die Bauchspeicheldrüse (Einnahme von 75 Gramm Traubenzucker) gemessen werden. Liegen die Bluzuckerwerte nach 2 Stunden zwischen 140 mg/dl (7,8 mmol/l) und 200 mg/dl (11,1 mmol/l), so spricht man von einer gestörten Glukosetoleranz.
Gesundheits-Pass Diabetes
(Definition) 
Gesundheitspass für Menschen mit Diabetes, in dem die wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen aufgeführt sind und die Befunde dokumentiert werden. Dieser Pass stellt eine wichtige Hilfe dar, gemeinsam mit Ihrem Arzt oder anderen Ärzten die richtigen Therapieentscheidungen zu treffen und gemeinsame Behandlungsziele festzulegen.
GI
(Definition) Glykämischer Index
Gleichstellung
(Definition) 
Nach dem Schwerbehindertengesetz besteht bei einem Grad der Behinderung ab 30% beim Arbeitsamt die Möglichkeit einer Gleichstellung mit Schwerbehindertern. Der Vorteil besteht in Hilfen zur Sicherung eines Arbeitsplatzes (Kündigungsschutz).
Glinide
(Definition) blutzuckersenkende Medikamente
Bezeichnung für eine Gruppe blutzuckersenkender Medikamente für Menschen mit Typ 2-Diabetes, die vor allem das Insulin gezielt zum Essen freisetzen.
Glitazone
(Definition) blutzuckersenkende Medikamente
Bezeichnung für eine Gruppe blutzuckersenkender Medikamente für Menschen mit Typ 2-Diabetes, die vor allem die Wirkung des Insulins verbessern.
GLP-1
(Definition) 
Gehört zu der Gruppe der Inkretine. Inkretine beeinflussen blutzuckerabhängig die Insulinfreisetzung aus den Betazellen, sowie die Glukagonabgabe in der Bauchspeicheldrüse. Dadurch wird die körpereigene Fähigkeit zur Senkung eines erhöhten Blutzuckerspiegels verstärkt.
Glucagon
(Definition) Hormon
Gegenspielerhormon des Insulins. Ist dafür verantwortlich, dass Zucker aus der Leber ausgeschüttet wird.
Glucagonspritze
(Definition) 
ist gefüllt mit Glucakon und wird benutzt, um die Zuckerausschüttung aus der Leber voranzutreiben. (siehe Notfallset)
Gluconeogenese
(Definition) 
Neubildung des Zuckers z.B. aus Fett, Eiweiß. (siehe Glykogenolyse)
Glukose
(Definition) Traubenzucker
Anderes Wort für Traubenzucker und die Form wie Zucker im Blut vorliegt.
Glykogen
(Definition) Speicherform des Zuckers in der Leber und Muskeln.
Speicherform des Zuckers in der Leber und Muskeln.
Glykogenolyse
(Definition) 
Neubildung des Zuckers aus Glykogen, wird oft auch als Gluconeogenese bezeichnet
Glykämische Ladung
(Definition) 
GL: Bezeichnung für die Blutzuckerwirksamkeit von Kohlenhydraten auf die gegessene Menge bezogen.
Glykämischer Index
(Definition) Blutzuckerwirksamkeit von Kohlenhydraten
GI: Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index gehen schnell ins Blut über, wohingegen Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index den Blutzucker nur langsam ansteigen lassen.
Harnzuckertest
(Definition) 
Test zur Bestimmung des Zuckergehaltes im Urin (Urinzucker). Erhöhte Harnzuckerwerte deuten auch auf erhöhte Blutzuckerwerte hin.
HbA1c-Wert
(Definition) 
Der Hämoglobin-A1c-Wert gibt die durchschnittliche Blutzuckerkonzentration der letzten 8 - 12 Wochen an und ist damit eine Art Blutzuckerlangzeitgedächtnis des Körpers. Wichtiger Kontrollwert, der einmal im Vierteljahr bestimmt werden sollte.
HDL-Cholesterin
(Definition) 
Wird auch 'gutes Cholesterin' genannt. Es sollte über 46 mg/dl (1,2 mmol/l) sein, damit das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen nicht erhöht wird.
Hormon
(Definition) 
Körpereigener Botenstoff (wie beispielsweise das Insulin), welcher in Drüsen hergestellt wird und im Körper bestimmte Informationen weiterleitet.
Hyperglykämie
(Definition) Überzuckerung
Bezeichnet einen erhöhten Zuckergehalt im Blut. Von einem erhöhten Blutzucker spricht man, wenn vor dem Essen (Nüchternblutzucker) Werte von über 125 mg/dl (> 1 mmol/l) oder zwei Stunden nach dem Essen (Postprandialer Blutzuckwert) Werte von über 160 mg/dl (> 9 mmol/l) erreicht werden. Ein sehr stark erhöhter Blutzucker kann zu einem diabetischen Koma (Ketoazidose) führen.
Hypertonie
(Definition) Bluthochdruck
Sollte der Blutdruck bei Diabetes über 130/80 mmHg sein, spricht man von einer Hypertonie. (siehe auch Blutdruck)
Hypogklykämie
(Definition) Unterzuckerung
Anderes Wort für Unterzucker. Bezeichnet einen erniedrigten Zuckergehalt im Blut. Von einem Unterzucker spricht man bei Blutzuckerwerten unter 60 mg/dl (3,3 mmol/l). Eine Unterzuckerung kündigt sich durch Anzeichen wie Schwitzen, Zittern oder Heißhunger an und muss sofort richtig behandelt werden. Am besten schnell wirksame Kohlenhydrate wie Traubenzucker, Fruchtsaft oder normale Cola zu sich nehmen.
Impotenz
(Definition) 
Fachausdruck "erektile Dysfunktion", eine mögliche Folgeerkrankung des Diabetes bei Männern. Gemeint ist damit die Schwierigkeit, eine Erektion zu bekommen und sie so aufrecht zu erhalten, dass ein Geschlechtsverkehr möglich ist (siehe auch erektile Dysfunktion).
Insulin
(Definition) 
Hormon, welches in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird und die Aufgabe hat, den Zucker (Glukose) in die Körperzellen zu schleusen, damit diese daraus Energie gewinnen können. Reicht das körpereigene Insulin nicht aus, so muss es mit künstlich hergestelltem Insulin ergänzt oder vollständig ersetzt werden.
Insulinpumpe
(Definition) 
Gerät zur Abgabe von Insulin. Dabei wird der Körper kontinuierlich mit Insulin versorgt.
Insulinresistenz
(Definition) 
Zustand, in dem Körperzellen zu wenig oder fast überhaupt nicht auf das Insulin reagieren.
Insulintherapie
(Definition) 
Bezeichnung für eine Therapieform, bei der körperfremdes Insulin mittels Spritzen, Inhalation dem Körper zur Verfügung gestellt wird.
Kalorie
(Definition) 
Alte, aber gebräuchliche Maßeinheit für den Energiegehalt der Nahrung. Umgangssprachlich abgekürzt für Kilokalorie kcal. 1g Eiweiß und 1g Kohlenhydrate enthalten 4 kcal, 1g Alkohol 7 kcal und 1g Fett 9 kcal, 1 kcal entspricht 4,2 Kilojoule.
Katheter
(Definition) Infusionsset, bestehend aus Katheterschlauch und Kanüle.
KE
(Definition) Kohlenhydrateinheit
Ketoazidose
(Definition) Stoffwechselentgleisung bei Überzuckerung
Schwere und sehr gefährliche Stoffwechselentgleisung bei einer Überzuckerung (Hyperglykämie) mit Insulinmangel. Geht mit sehr erhöhten Blutzuckerwerten und einer Übersäuerung des Blutes einher.
Ketonkörper
(Definition) 
Sammelbezeichnung für Azeton, BEta-Hydroxybuttersäure, Acetacetat.
Kohlenhydrate
(Definition) 
Abkürzung KH. Bestandteile der Nahrung, die sich auf den Blutzucker auswirken. Bei der Verdauung werden sie zu Zucker abgebaut und erhöhen den Blutzucker. Die Maßeinheit sind BE oder KE/KHE. Mindestens 50% der Gesamtenergie sollten aus Kohlenhydraten bestehen (siehe auch BE, KE).
Kohlenhydrateinheit
(Definition) 
Schätzgröße für den Kohlenhydratanteil der Nahrung, 1 KE entspricht 10 g Kohlenhydrate. Diese wird auch als Broteinheit (BE) oder Kohlenhydratberechnungseinheit (KHE) bezeichnet (siehe auch BE).
Koronare Herzkrankheit
(Definition) 
Häufige Begleit- oder Folgeerkrankung des Diabetes. Bei dieser Erkrankung des Herzens sind die Herzkranzgefäße verengt und die Herzmuskulatur wird nicht ausreichend durchblutet. Dadurch erhöht sich das Risiko eines Herzinfarktes.
Korrektur-Bolus
(Definition) 
Die Menge an Insulin, die notwendig ist, um auf den Zielwert zu korrigieren.
Korrektur-Regel
(Definition) 
Menge an Insulin, die den Blutzucker in einem definierten Bereich absenkt.
Kreatinin
(Definition) 
Laborwert zur Bestimmung der Nierenfunktion. Dieser Wert sollte bei Diabetikern einmal im Jahr bestimmt werden und im Normalfall geringer als 1,3 mg/dl (114,9 mmol/l) sein.
Laserbehandlung
(Definition) 
Klassische Behandlungsform bei Netzhautveränderungen (Retinopathie) aufgrund des Diabetes. Hierbei werden geschädigte Blutgefäße oder Teile der Netzhaut durch Laserlicht verödet.
LDL-Cholesterin
(Definition) 
Wird auch 'schlechtes Cholesterin' genannt. Es sollte unter 115 mg/dl (3,0 mmol/l) sein, damit das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen nicht erhöht wird.
Makroangiopathie
(Definition) Erkrankung großer Blutgefäße
Oberbegriff für die Erkrankung der großen Blutgefäße (z. B. am Herz, den Beinen oder den Halsschlagadern).
Metabolisches Syndrom
(Definition) 
Damit ist das gemeinsame Auftreten mehrerer Risikofaktoren wie Übergewicht und erhöhte Blutzucker-, Blutfett- und Blutdruckwerten gemeint. Diese Kombination ist bei Menschen mit Diabetes häufig anzutreffen. Erhöhtes Risiko für Gefäßschäden.
Metformin
(Definition) 
Gehört zur Medikamentengruppe der Biguanide (siehe Biguanide).
Mikroangiopathie
(Definition) 
Oberbegriff für die Erkrankung der kleinen Gefäße (z.B. an den Augen, der Niere).
mmol/l
(Definition) 
Millimol pro Liter. Ebenfalls Maßeinheit (SI) für den Blutzucker (vor allem in den neuen Bundesländern verbreitet). Beim Blutzucker entspricht 1 mmol/l etwa 18 mg/dl.
Multi-wave-Bolus
(Definition) 
oder auch Dual-Bolus. Abgabe des Insulin auf zwei Portionen (ein Teil sofort, die Restmenge innerhalb eines definierten Zeitraumes).
Nephrologe
(Definition) Facharzt für Nierenerkrankungen
Arzt mit besonderen Kenntnissen auf dem Gebiet Nierenerkrankungen
Nephropathie
(Definition) Nierenerkrankung /-schädigung
als eine mögliche Folge eines schlecht eingestellten Diabetes. Die Nierenschädigung zeigt sich anfänglich durch die Ausscheidung kleinster, dann größerer Eiweißmengen im Urin (Albuminurie) und später in einem erhöhten Kreatininwert. Ein Nierenversagen, welches eine Nierenersatztherapie (Dialyse) notwendig macht, ist durch eine Normalisierung der Blutzucker- und Blutdruckwerte und eine Einschränkung der Eiweißaufnahme zu verhindern.
Neuropathie
(Definition) Nervenerkrankung /-schädigung
als eine mögliche Folge eines schlecht eingestellten Diabetes. Betroffen sein können Nerven, die das Schmerz- und Berührungsempfinden vermitteln (sensible Neuropathie), Nerven, die für die Muskelbewegung verantwortlich sind (motorische Neuropathie) und Nerven, die innere Organe steuern (autonome Neuropathie).
Nierenschwelle
(Definition) 
Schwellenwert, ab dem die Niere den im Blut befindlichen Zucker über den Urin auszuscheiden beginnt. Gewöhnlich etwa ab einem Wert zwischen 160 bis 200 mg/dl (8,9 mmol/l bis 11,1 mmol/l). Allerdings ist die Nierenschwelle von Person zu Person verschieden und kann im Einzelfall noch höher bzw. noch niedriger liegen.
Normoglykämie
(Definition) Blutzuckerwerte im Normalbereich
(80 - 120 mg/dl)
Notfallset
(Definition) 
Glucagonspritze, um bei einer schweren Unterzuckerung schnelle Zucker aus der Leber zu aktivieren.
Nüchternblutzucker
(Definition) 
Blutzuckerwert am Morgen vor einer Nahrungsaufnahme. Der Nüchternblutzucker (gemessen als Kapillarblut, beispielsweise aus der Fingerbeere) sollte möglichst nicht über 110 mg/dl (6,1 mmol/) liegen.
OAD
(Definition) Orale Antidiabetika
OGTT
(Definition) Oraler Glukose-Belastungstest
Orale Antidiabetika
(Definition) Gruppe blutzuckersenkender Tabletten
Abkürzung: OAD
Oraler Glucose Belastungstest
(Definition) 
OGTT. Durch Einnahme von 75 g Glucose wird getestet, in wie weit der Körper diese Belastung noch ausgleichen kann. Er dient als Frühtest, um auch schon eine gestörte Glucosetoleranz aufzudecken. (siehe gestörte Glucosetoleranz)
Pankreas
(Definition) Bauchspeicheldrüse
Organ im Körper, in dem Verdauungsstoffe und Hormone - unter anderem das Insulin - hergestellt werden. Das Insulin wird von der Bauchspeicheldrüse ins Blut abgeben.
postprandial
(Definition) nach einer Mahlzeit
Postprandialer Blutzucker
(Definition) Blutzuckerwert nach einer Mahlzeit
(pp-Wert) Dieser Wert sollte (gemessen am Blut der Fingerbeere) möglichst nicht über 135 - 160 mg/dl (7,5 -8,9 mmol/l) liegen.
PowerPack
(Definition) 
Spezielle Batterien für die Accu Chek D-Tron plus von Roche
Prädiabetes
(Definition) 
Vorstadium vor dem Diabetes (siehe gestörte Glucosetoleranz)
präprandial
(Definition) vor einer Mahlzeit
Pulsmessung
(Definition) 
Einfacher Selbsttest zur Bestimmung des Belastungsgrades bei körperlicher Bewegung. Liegt der Puls nach einer Bewegung höher als 200 minus Lebensalter, so liegt eine Überanstrengung vor.
Reservoir
(Definition) 
Ampulle um gewünschtes Insulin für die Pumpe abzufüllen
Resorptionsverzögerer
(Definition) 
Bezeichnung für eine Gruppe blut-zuckersenkender Medikamente für Menschen mit Typ 2-Diabetes, die vor allem den Übertritt des Zuckers vom Darm ins Blut verzögern. (siehe Arcarbose)
Retinopathie
(Definition) Schädigung der Augennetzhaut
als mögliche Folge eines schlecht eingestellten Diabetes. Erste Veränderungen am Augenhintergrund sind meist nicht zu spüren, da die Sehkraft normalerweise nicht beeinträchtigt wird. Daher ist die regelmäßige Augenuntersuchung beim Augenarzt sehr wichtig. Erste Veränderungen am Augenhintergrund lassen sich durch eine frühzeitige Laserbehandlung behandeln.
Schlaganfall
(Definition) 
Entsteht durch eine Durchblutungsstörung in Blutgefäßen, die das Gehirn versorgen, oder durch eine Gehirnblutung. Eine mögliche Folge eines schlecht eingestellten Diabetes und hohen Blutdrucks.
Schwerbehindertenausweis
(Definition) 
Bietet Nachteilsausgleiche für Auswirkungen, die aufgrund einer chronischen Krankheit im Alltag und Erwerbsleben entstehen. Wird von der Hauptfürsorgestelle ab einem Grad der Behinderung von 50 % ausgestellt und bietet eine Reihe besonderer Hilfen und Vergünstigungen. Bei einem Grad der Behinderung ab 30 % besteht die Möglichkeit einer Gleichstellung mit Schwerbehinderten.
Scroll-Bolus
(Definition) 
Die Möglichkeit, die Menge an Insulin in 0,1 bzw. 0,05 - IE-Schritten abzugeben.
Selbstmanagement
(Definition) 
Ausdruck für die erfolgreiche Fähigkeit, selbst eine Sache (wie zum Beispiel den Diabetes) in den Griff zu bekommen.
Sicherheitsschaltung
(Definition) 
Wenn über einen definierten Zeitraum keine Taste gedrückt wurde, setzt sich die Pumpe in STOP und gibt kein Insulin mehr ab.
Standard-Bolus
(Definition) 
(Easy-Bolus) Schnelle Abgabe des Insulins in definierten Schritten.
Sulfonylharnstoffe
(Definition) blutzuckersenkende Medikamente
... für Menschen mit Typ 2-Diabetes, die vor allem die Bauchspeicheldrüse dazu anregen, schneller und mehr Insulin auszuschütten.
Süßstoffe
(Definition) 
Zuckerersatzstoffe wie z.B. Saccharin, Cyclamat oder Aspartam, die den Blutzucker nicht erhöhen und keine Kalorien erhalten.
Temporäre Basalrate
(Definition) 
Möglichkeit, die Basalrate über einen gewissen Zeitraum bei körperlicher Aktivität abzusenken bzw. bei Krankheit zu erhöhen. Bei den Disetronic-Pumpen wird dies prozentual, bei den MiniMed-Pumpen wird eine durchschnittliche Basalrate eingegeben.
Triglyceride
(Definition) Bestimmte Form der Blutfette
Erhöhte Werte können Ausdruck eines schlecht eingestellten Diabetes oder ungünstiger Ernährungsgewohnheiten bzw. Übergewicht sein. Neben erhöhten Blutzucker- und Blutdruckwerten zählen erhöhte Triclyceridwerte zu den Risikofaktoren für Folgeerkrankungen.
Typ 1-Diabetes
(Definition) 
Der Insulinmangeldiabetes wurde früher auch "jugendlicher Diabetes" genannt, da die Erkrankung meist vor dem 40. Lebensjahr, oft auch schon im Kindes- oder Jugendalter auftritt. Bei Menschen mit Typ 1-Diabetes kommt es zu einem völligen Versagen der körpereigenen Insulinproduktion (absoluter Insulinmangel). Sie müssen daher mehrmals täglich das fehlende Insulin durch Spritzen von Insulin ersetzen.
Typ 2-Diabetes
(Definition) 
Der Typ 2-Diabetes wird im Volksmund auch "Altersdiabetes" genannt. Ca. die Hälfte der Erkrankungen tritt im mittleren Lebensalter (vor dem 65. Lebensjahr), die andere Hälfte erst im höheren Lebensalter (nach dem 65. Lebensjahr) auf. Meist liegt hierbei eine ausreichende Insulinproduktion (relativer Insulinmangel) vor, jedoch hat das Insulin an den Körperzellen keine Wirkung (Insulinresistenz). Die Wirksamkeit des Insulins kann durch die richtige Form der Ernährung, Gewichtsreduktion, körperliche Bewegung und Tabletten gesteigert werden. Auch ein Insulinersatz kann notwendig werden. Als Ursache werden neben einer genetischen Veranlagung Übergewicht, falsche Ernährungsgewohnheiten und mangelnde körperliche Bewegung vermutet.
verschärfte Korrektur
(Definition) 
Menge an Insulin, die notwendig ist, um den Blutzucker noch abzusenken, wenn eine mittlere Entgleisung vorliegt.
Verzögerter Bolus
(Definition) 
Abgabe des Insulin innerhalb eines definierten Zeitraumes.
Übergewicht
(Definition) 
Als Übergewicht bezeichnet man ein Gewicht, dessen Körper-Masse-Index (BMI) über 26 kg/m2 liegt (siehe BMI).
Zelle
(Definition) 
Kleinste lebende Einheit jedes Körpers. Jede Zelle ist darauf angewiesen, mit Energie versorgt zu werden.
Zielwert
(Definition) Blutzucker, der nüchtern erreicht werden soll.
Zuckeraustauschstoffe
(Definition) 
Kalorienhaltige Zuckerersatzstoffe wie z.B. Fruchtzucker, Sorbit oder Maltit, die in üblichen Mengen den Blutzucker nicht erhöhen oder deutlich später erhöhen.
Zuckerkrankheit
(Definition) umgangssprachliche Bezeichnung für Diabetes mellitus

Eltern - Kind - Kurse

  • 12./13. März bis 22./23. März 2012
  • 25.26. Juni bis 05./06. Juli 2012
  • 12./13. November bis 22./23. November 2012

Jugendkurs

  • 13./14. Februar bis 23./24. Februar 2012 (Kleingruppe)
  • 29./30. Mai bis 08./09. Juni 2012 (Pfingsten)
  • 09./10. Juli bis 19./20. Juli 2012 (Kleingruppe - 16-18 Jahre)
  • 23./24. Juli bis 02./03. August 2012 (Sommer)
  • 06./07. August bis 16./17. August 2012 (Sommer)
  • 01./02. Oktober bis 11./12. Oktober 2012 (Herbst)
  • 15./16. bis 25./26. Oktober 2012 (Kinder-Jugendkurs - 12-15 Jahre)
  • 29./30. Oktober bis 08./09. November 2012 (Herbst)

Kinderkurs

  • 26./27. März bis 05./06. April 2012 (Kleingruppe)
  • 10./11. April bis 20./21. April 2012 (Kleingruppe)
  • 20./21. August bis 30./31. August 2012 (Sommer)