Dialyse
Im Verlauf einer Nierenerkrankung kann die Behandlung durch die Dialyse notwendig werden. Ihre Nieren können die Ausscheidung von Kalium, Natrium und Wasser nicht mehr ausreichend bewältigen.
Das Dialysegerät übernimmt, wie eine künstliche Niere, die Aufgabe des Organs. Sie filtert die angesammelten Stoffe, die vom gesunden Körper über den Urin ausgeschieden werden, aus dem Blut heraus.
Wie funktioniert die Dialyse?
Es gibt zwei gängige Arten der Dialyse.
- Bei der Hämodialyse (extrakorporalen Dialyse) wird der Patient an bestimmten Tagen an ein Gerät angeschlossen. Diese Form ist die am häufigsten angewendete Dialyseform. An einer sterilen Filtermembran strömen auf der einen Seite das Blut mit den angesammelten Stoffen und auf der anderen Seite eine spezielle Waschlösung (Dialysat) aneinander vorbei. Dabei treten die störenden Stoffe in die Waschlösung über. Dem Patienten können aber auch auf der anderen Seite benötigte Stoffe (z. B. Zucker, Bikarbonat oder Spurenelemente) über das Dialysat zum Blut zugeführt werden.
- Die zweite Form der Dialyse ist die Peritonealdialyse (intrakorporale Hämodialyse). Bei dieser Dialyseform dient das Bauchfell als Membran zur Blutwäsche.
Was kann ich selbst tun?
Durch Ihre Mitarbeit können Sie den Verlauf und die Verträglichkeit der Dialyse beeinflussen. Die Dialyse kann zwar die angehäuften Stoffe aus Ihrem Blut entfernen, aber Sie können dazu beitragen, dass sich nicht zu viele Stoffe in Ihrem Blut anreichern. Je mehr durch die Dialyse entgiftet werden muss, desto länger und unangenehmer verläuft die Dialyse für Sie.
Dafür ist es notwendig, dass Sie die Aufnahme von Kalium, Natrium, Phosphat und Flüssigkeit über die Ernährung kontrollieren. Auf der anderen Seite haben Sie durch die Dialyse Verluste an lebensnotwendigen Stoffen. Sie sollten deshalb darauf achten, sich ausreichend Energie, Eiweiß und Calcium zuzuführen.