Für den Fall, dass durch den Diabetes Wunden an den Füßen entstanden sind und damit ein sogenanntes diabetisches Fußsyndrom besteht, finden Betroffene effektive Hilfe in der Diabetes-Klinik. Auf zwei Schwerpunktstationen werden Patienten mit ausgedehnten Infektionen und komplizierten Wunden behandelt.
In einem eigens dafür eingerichteten Kliniktrakt wird die Wundbehandlung in drei dafür vorgesehenen Fuß-Operationsräumen durchgeführt. Für die Diagnostik stehen modernste bildgebende Verfahren (z.B. farbkodierte Duplex-Sonografie sowie eine Röntgenabteilung) zur Verfügung. In enger Kooperation mit interventionellen Radiologen, Gefäßchirurgen und Traumatologen stellen wir die optimale Behandlung von Fußwunden sicher. Dabei ist es das oberste Ziel, Amputationen zu vermeiden, bzw. diese - sofern es unvermeidbar ist - auf Teile des Fußes zu beschränken. Eine Unter- oder gar Oberschenkelamputation stellt in unserem Hause eine kaum vorkommende Seltenheit dar.
Zum Fuß-Team gehören neben Ärzten, Krankenschwestern und Arzthelferinnen auch die Mitarbeiter der medizinischen Fußpflege sowie Orthopädie-Schuhtechniker. In eigens dafür eingerichteten Räumen können Spezial- und Schutzschuhe angepasst und bearbeitet werden. Eine ausführliche Schulung stellt sicher, dass das Risiko für ein erneutes Auftreten eines Fußgeschwürs nach Abheilen der Fußwunde so gering wie möglich gehalten wird. Sowohl die Schwerpunktstationen als auch die in Zusammenarbeit mit der Diabetespraxis im Haus eingerichtete Fußambulanz sind von der Arbeitsgemeinschaft Fuß der Deutschen Diabetes-Gesellschaft als Behandlungseinrichtung anerkannt.