Essstörungen und Diabetes
Essstörungen bei Menschen mit Diabetes erleben Berater und Ärzte in der Praxis immer wieder. Die Insulintherapie dieser Patienten gestaltet sich dadurch oft sehr schwierig, denn der Blutzucker schwankt stark zwischen sehr hohen und tiefen Werten.
Eine gute Blutzuckereinstellung ist jedoch meist erst dann möglich, wenn zuvor die Essstörung therapiert wurde.
Zu den wichtigsten Essstörungen zählen:
- Anorexia nervosa (Magersucht)
- Bulimia nervosa (Ess-Brechsucht) und
- Binge Eating (Fresssucht).
Daneben gibt es eine Vielzahl an nicht näher bezeichneten Essstörungen.
Schlankheitswahn als Ursache?
Das idealisierte Schönheitsbild gilt als eine Ursache für Essstörungen. Menschen mit Diabetes geben aber häufig auch als Grund an, dass sie Essen als zwanghaft empfinden ("Diätkreislauf"), sie lehnen das "essen müssen" ab. Oftmals wird dabei auch die Erkrankung an sich nicht angenommen.
Diese genannten Gründe jedoch können nicht alleine verantwortlich gemacht werden. Die Ursachen liegen häufig in einem Grundkonflikt bei der Suche nach der eigener Identität oder im Kampf zwischen Abhängigkeit und Selbstbestimmung. Oftmals besteht eine extrem enge Mutter-Tochter-Beziehung. Eine Essstörung beginnt meist im Alter zwischen 14 und 25 Jahren.