Diabetes: Akzeptanz- und Motivations-Probleme
Viele Menschen mit Typ 1-Diabetes leiden auch noch Jahre nach der Diabetesmanifestation unter dem Umstand Diabetes zu haben.
Häufigste Auswirkung dieses Problems ist die Vernachlässigung der Diabetestherapie oder deren Erleben als große Belastung. Es fehlt eine aktive Auseinandersetzung mit der chronischen Erkrankung.
Gelingt es nicht, den Diabetes in das Leben zu integrieren, wird eine normnahe Blutzuckereinstellung in der Regel erheblich erschwert und die Lebensqualität des Patienten ist stark beeinträchtigt. Sind dies die zentralen Problembereiche von Patienten, kann mit der Teilnahme an der Gruppe eine effektive Verbesserung der Situation erzielt werden.
Teilnehmer
Patienten mit Typ 1-Diabetes und Problemen der Diabetesakzeptanz. Mit der möglichen Folge:
- Hoher Leidensdruck
- Große Schwierigkeiten, sich tagtäglich um die Diabetestherapie zu bemühen („burn out“)
- Erleben der Durchführung der alltäglichen Diabetestherapie als große Belastung
- Schwierigkeiten, den Diabetes zu akzeptieren und in das Leben zu intergrieren
- Auswirkungen auf sozialen/beruflichen Bereich
Ausschlusskriterien:
- psychische Störung (nach ICD-10) im Vordergrund
- frischmanifestierter Diabetes (ein Jahr nach Beginn)
Ziele
Das übergeordnete Ziel dieses Gruppenprogramms ist eine Verbesserung des Umgangs mit dem Diabetes sowie eine Verbesserung der Integration des Diabetes in das individuelle Lebenskonzept. Die persönlichen Behandlungsziele werden in einer individuellen Zielklärung gemeinsam mit dem Patienten festgelegt. Zu nennen sind hierbei:
- Auseinandersetzung mit der Tatsache, mit dem Diabetes leben zu müssen und den Konsequenzen für das eigene Leben
- Entwicklung von positiven Problemlösungen
- Entwicklung einer positiveren Einstellung zum Diabetes
- Stärkung des Selbstwertgefühls als Diabetiker
- Entwicklung einer "alltagstauglichen" Behandlung
Inhalt
- Auseinandersetzung mit dem Erleben der Diabetesmanifestation
- Auseinandersetzung mit den bisherigen Erfahrungen mit dem Diabetes und dessen Stellenwert
- Umgang mit negativen Gefühlen und Gedanken im Zusammenhang mit Diabetes
- Stärkung persönlicher Ressourcen
- Motivationsabklärung und -aufbau
- bei Bedarf: ergänzende Teilnahme an spezifischen Schulungsveranstaltungen der Diabetes-Klinik
- bei Bedarf: psychologische Einzeltherapie
Setting
Stationäre Behandlung innerhalb einer Gruppe von vier bis acht Patienten mit Diabetes-Akzeptanz-Problemen in der Diabetes-Klinik. Die Teilnehmer werden kontinuierlich von einem Arzt und einem Psychologen betreut und gemeinsam auf einer Station untergebracht. Dauer des stationären Aufenthaltes der Gruppe: 14 Tage.
Termine
Anmeldung
Bitte mit gesonderten Anmeldeunterlagen bei Frau Batzel, Diabetes Zentrum Mergentheim, Theodor-Klotzbücher-Str. 12, 97980 Bad Mergentheim, Fax: 07931 594-111.
Sie können die Anmeldeunterlagen hier downloaden.
Information
Weitere Informationen über dieses Gruppenangebot und Anmeldungsunterlagen können Sie direkt bei Dr. phil. Dipl.-Psych. B. Kulzer (07931 594-151) oder Dipl.-Psych. E. Holler (07931 594-416) erhalten.